vBulletin

vBulletin gehört zu den beliebtesten Forensoftwares und wird häufig für professionelle Foren verwendet. Es ist leistungsstark, arbeitet sehr zuverlässig und hat einen sehr großen Funktionsumfang. Außerdem lassen sich die Foren mit diversen Hacks und Addons beliebig um Funktionen erweitern. Da Hacks und Addons für vBulletin nur in geschlossenen Partnerforen zum Download bereit stehen, ist hier sogar das Risiko für Schadsoftware erheblich minimiert (die meisten Addons werden vorher ausprobiert).

Vor allem Einsteiger kommen mit der einfachen Administration und Verwaltung der Software optimal zurecht. Von Profis ist es ohnehin schon hochgelobt. Leider hat Qualität Ihren Preis: vBulletin 5 kostet derzeit etwas mehr als 150 € und in der Suite ist es für ca. 290 Euro erhältlich. Trotz des Preises ist vBulletin unsere Empfehlung für alle, die nach einer verlässlichen Software mit gutem Support suchen.

Über vBulletin

vBulletin ist eine Forensoftware, die auf PHP basiert und als Datenbank MySQL nutzt. vBulletin ist mittlerweile eine der bekanntesten Forensoftware-Lösungen und wird von einer stetig wachsenden Anzahl an Kunden genutzt, zu denen auch bekannte Firmen gehören. Praktisch ist, dass es auch eine deutsche Version des Forums gibt, weshalb man hier nicht (wie bei vielen anderen Programmen) zunächst Dateien übersetzen muss.

Geschichte von vBulletin

Als James Limm und John Percival 1999 für ihre eigene Webseite über Visual Basics die Forensoftware UBB.classic nutzten, merkten sie sehr schnell, dass diese in Peri geschriebene und auf einer dateibasierten Datenbank operierende Software den Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Da sie sich selber mit dem Code von UBB auskannten, konnten sie diesen nicht einfach auf ihre Wünsche anpassen und entschieden sich im Februar 2000 eine eigene Forensoftware zu schreiben, die auf PHP basieren sollte und MySQL als Datenbank nutzte. 

Schon bald bekundeten auch andere UBB.classic-Nutzer Interesse an der neuen Software und Limm und Percival boten dem Hersteller von UBB die eigene Software zum Kauf an. Dieser lehnte das Angebot jedoch ab, worauf Limm und Percival sich entschlossen, die Firma Jelsoft zu gründen und die Software selber kommerziell zu vermarkten. Noch im Jahre 2000 erschien die erste Version von vBulletin.

Zunächst gab es im Folgenden kleinere Veröffentlichungen, bis die Partner sich entschlossen mit vBulletin 2 mehr als nur eine Neuauflage von UBB zu entwickeln. Percival wurde daraufhin leitender Entwickler und Limm für den Vertrieb zuständig war. Zudem wurden 2 weitere Entwickler eingestellt, die Percival unterstützen sollten und später, in der Betaphase von vBulletin 2 kam ein weiterer Mitarbeiter hinzu. Nach der Veröffentlichung von vBulletin 2 stieg die Popularität der Forensoftware sprunghaft an.

Im Winter 2002 begann die Entwicklung von vBulletin 3, bei der Percival seine Position als Leitender Entwickler an den Mitarbeiter Kier Darby abtrat. Die Entwicklung von vBulletin 3 dauerte mehrere Jahre und umfasste eine komplette Überarbeitung des Quelltextes um die Software noch besser zu machen. Erst knapp 1,5 Jahr später, im März 2004 wurde die finale Version veröffentlicht. Ein weiteres Jahr später folgte die Version vBulletin 3.5, die einige Fehler der Vorgängerversion behob und zudem zahlreiche neue Features bot.

Im Juli 2007 übernahmen Internet Brands, Inc. Jelsoft und alle Rechte an vBulletin. Im Dezember 2008 verkündete James Limm, dass vBulletin 4, anders als geplant, in mehreren Teilschritten veröffentlicht würde, woraufhin einige Mitarbeiter Jelsoft 2009 verließen (darunter auch Kier Darby). Internet Brands stellte daraufhin ein Team zusammen, dass die weitere Entwicklung von vBulletin im Folgenden übernahm. Im Oktober desselben Jahres stellte Internet Brands ein neues Lizenzmodell vor mit dem eine neue Produktlinie etabliert werden sollte. Die „vBulletin Suite“ besteht dabei nicht mehr nur aus einer Forensoftware, sondern darüber hinaus aus einem Content-Management-System und einem Blog. Mit der Zeit sollen laut Internet Brands alle Produkte in dieser Suite verschmelzen und als Anwendungsplattform für soziale Netzwerke fungieren.

Seit 2010 gehört Internet Brands zu Hellmann & Friedmann.

2011 kam mit vBulletin 4.1.2 die erste Version, die auch ein eigenes Template für mobile Geräte wie Smartphone beinhaltet.

In Deutschland wurde vBulletin bis zur Veröffentlichung von vBulletin 5 Connect durch Adduco Digital vertrieben. Mit der neusten Version beendete Internet Brands jedoch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Partner. Seitdem können Lizenzen nur noch direkt über die vBulletin Homepage erworben werden.

vBulletin-Versionen

vBulletin 1

vBuleltin 1 war die erste Version der Forensoftware, die sich noch stark an UBB.classic orientierte und von James Limm und John Percival zunächst vor allem für die eigenen Zwecke entwickelt wurde.

vBulletin 2

Am 21. Mai 2002 wurde vBulletin 2 veröffentlicht, eine komplette Neuauflage der Software, die viele Neuerungen gegenüber der ersten Version enthielt und maßgeblich zum heutigen Erfolg der Software beitrug. Neue Funktionen waren unter anderem private Nachrichten zwischen Usern, Avatare, Umfragen, die man einbinden konnte und ein Benutzerkontrollzentrum. vBulletin 2 wird heute nicht mehr weiterentwickelt.

vBulletin 3

vBulletin 3 wurde am 19. März 2004 veröffentlicht. Was eigentlich lediglich als Erweiterung von 2.x geplant war, wurde im Laufe der Zeit zu einer komplett neuen Version, bei der viel geändert wurde und einige neue Features hinzukamen. Als besondere Neuerung gab es nun einen WYSIWYG-Editor (What You See Is What You Get), der die Gestaltung des Forums für den Administrator vereinfachte. Nutzern aus anderen teilen der Welt kam vor allem zugute, dass es nun auch andere Sprachen außer Englisch unterstützt wurden. Zudem wurde der Code auf XHTML und CSS aktualisiert.

Allerdings gab es bei vBulletin 3 einige Fehler, die Nutzern teilweise stark zu schaffen machten. Darum wurde am 28 September 2005 vBulletin 3.5.0 veröffentlicht, in welchem diese Fehler behoben sein sollten und das zudem über weitere neue Features verfügte. Erstmals erlaubte diese Version das Installieren von Plugins, wodurch Funktionen hinzugefügt werden konnten, ohne das man in den Code eingreifen musste.

Version 3.6.0 wurde am 3 August 2006 veröffentlicht, worauf vBulletin 3.7 am 23 November 2007 angekündigt wurde, die Endgültige Version erschien jedoch erst im folgenden Jahr am 29. April. Während vBulletin 3.6 überschaubare Neuerungen mit sich brachte, kamen bei der Version 3.7 einige neue Features mehr hinzu. Ab dieser Version  hatten Nutzer zum Beispiel die Möglichkeit eigene Alben anzulegen, soziale Gruppen zu erstellen oder das eigene Profil selbst anzupassen.

Version 3.8 brachte ebenfalls einige Neuerungen mit sich, vor allem im Bereich der sozialen Kontakte haben Nutzer seit dieser Version mehr Möglichkeiten. Die letzte Version von vBulletin 3 ist vBulletin 3.8.7, bei der lediglich einige kleinere Änderungen vorgenommen wurden.

vBulletin 4

Kier Darby, der ehemalige leitende Entwickler von vBulletin, gab am 4. August 2008 bekannt, das neben vBulletin 3.8 nun auch die neue Version vBulletin 4 entwickelt würde. Bei vBulletin 4 handle es sich ebenso wie schon bei vBulletin 3, nicht bloß um eine Erweiterung der vorhergehenden Version, sondern um eine komplett Neufassung. Es solle dabei MVC (Model-View-Controller) Objekt orientierten Prinzipien folgen, wodurch sich laut Darby sehr viel mehr Möglichkeiten ergeben den Code zu Erweitern. Zur damaligen Zeit benötigte man für vBulletin 4 mindestens PHP 5.2.3 und MySQL 5.0.22.

Am 15. Dezember 2008 folgte unter dem Namen vBulletin 4 Series Development Update jedoch eine Ankündigung auf der vBulletin Homepage durch James Limm, die in einigen wichtigen Punkten von der Ankündigung im August abwich: Anders als geplant, sollten die geplanten Änderungen nun nicht in einer einzigen Version veröffentlicht werden, sondern stattdessen sollen die Änderungen über eine Anzahl von Version verteilt werden. Jede neue Version sollte dabei Verbesserungen und neue Features enthalten. Ziel sei es, dem Nutzer dadurch schneller neue Features zur Verfügung zu stellen.

Die wichtigsten Neuerungen, die vBulletin 4 mit sich bringen würde:

  • Cross-contend Search (über ein Suchfeld könne man dann nicht nur in Foren-Post, sondern auch Blog-Einträgen, Kommentaren und anderen unterstützen Produkten Suchen)
  • Verbesserte Suchleistung
  • Ein moderneres Design und Layout durch CSS
  • Ein besseres Style- und Template-System, durch dass der Nutzer in der Lage sein sollte, das Layout besser zu verändern
  • Hilfe bei der Kontrolle von Werbeelementen
  • SEO-Features (zum Beispiel SEO-freundliche URLs)
  • Widgets für einzelne Seiten
  • Video BBCode

Auf diese Ankündigung folgte eine lange Diskussion, woraufhin Jelsoft weitere Informationen veröffentlichte:

  • Da die Software früher als geplant veröffentlicht würde, werden die Anforderungen an PHP und MySQL nicht so hoch wie ursprünglich angekündigt sein
  • Jelsoft entwickelt zudem ein Content Management System (CMS), in das vBulletin vollständig integriert ist. Unklar ist jedoch ob dieses CMS separat verkauft werden wird
  • vBulletin 4 wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2009 veröffentlicht

Veröffentlicht wurde die vierte Version letztendlich am 21. Dezember 2009. Neu ist hier die vBulletin Publishing Suite, welche das CMS und einen Blog umfasst. Des Weiteren wurden die Änderungen, die Limm angekündigt hatte eingeführt.

vBulletin 5 Connect

Am 25. September 2012 wurde die Beta-11-Version von vBulletin 5 Connect veröffentlicht. Hierbei handelte es sich jedoch nur um eine Testversion, bei der viele wichtige Features fehlten.

vBulletin 5 Connect: Forum-Software Screenshot

Mit vBulletin 5 Connect lässt sich nicht nur ein Forum, sondern ein ganzes Internetportal realisieren.

Internet Brands gehen mit dieser Version in eine neue Richtung, die bei vielen Anhängern große Diskussionen ausgelöst hat. Im Gegensatz zu Vorgängerversionen ist vBulletin 5 Connect nicht nur als Stand-Alone-Forum, sondern als ganzheitliches CMS zu sehen, das weit über die Funktionalität eines Forums hinausgeht. So beinhaltet es z. B. einen Blog und man hat die Möglichkeit, Nutzergruppen, -blogs und galerien zu erstellen, womit sich auch komplexere Internetportale und Communitys realisieren lassen und man nicht mehr auf ein zusätzliches CMS, wie z. B. Joomla! oder WordPress angewiesen ist.

Am 21. Februar 2013 wurde vBulletin 5 als stabile „Gold-Version“ veröffentlicht, es fehlten aber immer noch einige wichtige Features, wie zum Beispiel Abooptionen. Einige dieser Features wurden bei 5.0.1 wieder eingeführt, viele andere jedoch nicht.